Praxistipp: Performance-Optimierung für Onlineshops

Schnelle Ladezeit gehört mittlerweile zu den wichtigsten Rankingfaktoren und ist ein entscheidender Faktor in puncto Benutzerfreundlichkeit. Ein Drittel der Online-Käufer in Deutschland geben an, dass sie bei länger als drei Sekunden Ladezeit den Online-Kauf abbrechen würden. Die Ladegeschwindigkeit möglich gering zu halten gilt daher als eine der wichtigsten Aufgaben für jeden Shopbetreiber. In diesem Blogbeitrag erklärt Stefan Gross von der Shopware-Partneragentur Pixline Media, wie Shopbetreiber die schlechten Ladezeiten ihrer Shops aufspüren, analysieren und verbessern können. 

Performance-Probleme aufspüren

Wie stellt man überhaupt fest, dass die Performance der eigenen Webseite optimierungsbedürftig ist? Ab wann sollte man eingreifen? Es gibt viele Möglichkeiten, existierende Performance-Probleme frühzeitig zu erkennen. Hier ein paar Hinweise, wie Du dem Problem auf die Schliche kommst:

  • Hohe Ladezeiten bei der Analyse mit Webanalyse-Tools z. B. GoogleAnalytics
  • Hohe Absprungrate in Webanalyse-Tools z. B. GoogleAnalytics oder Piwik
  • Gecachte Seiten laden langsam
  • Ungecachte Seiten laden langsam z. B. Account oder Checkout
  • „Connection Error“ tritt beim Aufruf der Unterseiten auf
  • Hohe TTFB (time to first byte) bei HTML-Content

Treten diese Punkte einzeln oder in Verbindung auf, kann es auf Performance-Probleme hindeuten. Spätestens jetzt wird Zeit, die Geschwindigkeit Deines Onlineshops tatsächlich zu testen. Im Folgenden erzählen wir Dir, wie Du eine erste Analyse selbstständig durchführen kannst.

Tools für Performance-Analyse

Mittlerweile gibt es unzählige – oft kostenlose – Tools, mit denen man die Geschwindigkeit der eigenen Webseite überprüfen kann. Auch wenn diese keine 100%ige Zuverlässigkeit bieten, sind sie gut, um die ersten Analysen durchzuführen und sich einen groben Überblick über den Performance-Stand zu verschaffen.

Netzwerkanalyse im Browser

Diese Option ist kostenlos, leicht zu bedienen und für jeden zugänglich: die Netzwerkanalyse über das Entwickler-Tool in Chrome. Damit lässt sich die s. g. time to first byte (TTFB)leicht messen. Dieser Wert gibt die Zeit an, in der der Browser die ersten Daten vom Server empfangen konnte. Natürlich ist das nur ein Messwert und es ist empfehlenswert, immer auf die gesamte Ladezeit der Webseite zu achten, dennoch ist TTFB ein erster Anhaltspunkt für die Performance-Analyse Deiner Webseite. 

Lösung für Shopware-Shops: TinyPNG-Plugin

TinyPNG ist ein Service, welcher eine verlustfreie Komprimierung von PNG- und JPG-Dateien ermöglicht und die Dateigröße während dieses Prozesses um bis zu 70% reduziert. Im Gegensatz zur zeitaufwändigen manuellen Optimierung über die Webseite des Dienstes, lädt das Plugin alle Dateien, die im Mediamanager verwaltet werden, über die API zu TinyPNG und ersetzt die großen Ursprungsdateien durch die reduzierten Bilder.